Ein schlechter Moderator verdirbt den Prozess
Made by stratum:
Veränderungsmoderation
Moderation soll die Beteiligung an ergebnisoffenen, aber dennoch produktiven Arbeitsprozessen verbessern, Konflikte auf der Sachebene bewältigen und die Potenziale heterogener Gruppen mobilisieren. Ein Repertoire von Moderationsmethoden und -techniken soll den Erfolg gewährleisten. Tatsächlich aber sind es nicht das technische Handwerkszeug und die Moderationsverfahren, die den Erfolg oder Misserfolg einer Moderation ausmachen, sondern das Verhaltensrepertoire und die Rollensicherheit des Moderators oder der Moderatorin.
Diese Anforderungen an die „Moderatorenpersönlichkeit“ nehmen zu, wenn die Moderationsaufgabe Veränderungsziele beinhaltet. Denn anders als in Standardmoderationen haben „Störungen“ in Veränderungsprozessen keinen Vorrang und können nicht via Verhaltensregeln eingedämmt werden, sondern sie werden jetzt bewusst als Veränderungsenergie positiv eingebunden. Konflikte und Kommunikationsprobleme in Gruppen und Organisationen werden von Veränderungsmoderatoren nicht problematisiert und als Hindernis angesehen, sondern als normal und an und für sich „uninteressant“. Durch die Einstellung und das Rollenverhalten des Moderators werden Konflikte in der Veränderungsmoderation zum Treibstoff für produktive Prozesse, wird die interne Auseinandersetzung zum Wettbewerb um die beste Strategie einer gemeinsamen, nachhaltigen Lösung.
Das bedeutet jedoch nicht, dass in der Veränderungsmoderation nur auf der Sachebene gearbeitet wird. Der Veränderungsmoderator muss sehr genau über menschliche Denk- und Verhaltenspräferenzen und über die emotionale Seite des Geschehens Bescheid wissen. Er benötigt dazu Handlungskonzepte, die auf der limbischen Struktur des menschlichen Verhaltens aufbauen, und er muss mit Diversität ebenso kreativ und einfühlsam als auch fordernd und verwertend umgehen können.
In den Trainings-Workshops zur Veränderungsmoderation gibt ein HBDI-Test jedem Teilnehmer deshalb Auskunft über sein persönliches Profil und seine präferierte Art zu moderieren. Diese Selbsteinschätzung hilft auf dem Weg zum ganzheitlichen Moderieren, das unterschiedliche menschliche Potenziale synergetisch nutzt. Außerdem werden durch komplexe Moderationsaufgaben und intensives 360-Grad-Feedback Erfahrungsmöglichkeiten geschaffen, um das eigene Verhalten in der Moderatorenrolle weiterzuentwickeln und praxisfest zu machen.
Der nächste Veränderungsmoderationsworkshop findet am 4./5.1.2013 in Berlin statt!
stratum moderiert natürlich auch Prozesse in Organisationen, Unternehmen und Netzwerken, wenn es um Veränderungsthemen geht. Das können z.B. sein: Leitbildprozesse, Teambildung, Organisationsentwicklung und strategische Neupositionierungen.