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Wie nachhaltig ist resilient? Oder: Taugt das Resilienz-Konzept für die gesellschaftspolitische Diskussion?

Am 03.02.2022 um 19 Uhr in der stratum lounge

Resilienz ist in der Psychologie ursprünglich als Persönlichkeitseigenschaft von Kindern und Jugendlichen beschrieben worden, die unter schädlichen Umfeldbedingungen weniger litten und traumatisiert wurden als andere. In der Folge wurden psychologische Programme entwickelt, um entsprechende Eigenschaften und Verhaltensweisen gezielt zu fördern. Längst ist das Konzept in die allgemeine psychologische Lebensberatung eingewandert und hat eine Flut von Ratgeber-Literatur und Trainingsprogrammen ausgelöst. So weit ist die Karriere des Resilienz-Konzepts sachlich nachvollziehbar. Aber wieso ist „Resilienz inzwischen zu einer machtvollen Leitorientierung“ in der gesellschaftspolitischen Sphäre geworden, die sogar das Zauberwort „Nachhaltigkeit“ ablöst? Die Soziologinnen Karina Becker und Stefanie Graefe untersuchen diese Frage in dem von ihnen herausgegebenen Band 4 aus der Bibliothek der Alternativen (oekom verlag) unter dem Titel „Mit Resilienz durch die Krise?“

 

Stefanie Graefe zeigt auf, wo der Paradigmenwechsel von „Nachhaltigkeit“ zu „Resilienz“ stattfindet – von der Arbeitswelt bis zur Entwicklungszusammenarbeit – und diskutiert die Frage, ob Resilienz nicht dazu beiträgt, bestehende Verhältnisse zu zementieren. Oder ist es gar nicht sinnvoll, das Resilienz-Konzept aus der Sphäre der Individualpsychologie in die der Gesellschaftspolitik zu holen?

 

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