Wir tauschen uns gerne aus.

In der stratum lounge finden regelmäßig Lesungen, Diskussionsrunden, Netzwerktreffen und sonstige Veranstaltungen statt - zu Themen, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Informieren Sie sich hier und kommen Sie uns besuchen!

Ein Archiv vergangener Lesungen finden Sie hier.



Heuschnupfen und Allergien - Nachhaltig behandeln mit TCM

Am 26.02.2020 um 19 Uhr in der stratum lounge

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet ein Krankheitssymptom niemals isoliert, sondern versucht es in das „Gesamtsystem Mensch“ einzubetten. Entsprechend werden von TCM auch keine Symptome behandelt. Der therapeutische Ansatz ist eher ein ganzheitlicher. Man versucht, ein körperlich-seelisches Gleichgewicht wiederherzustellen, das durch Krankheiten gestört wird.

 

Die chinesische Medizin hat eine eigene Lehre von den Lebensvorgängen im Körper und dem Zusammenspiel der Organe. Beim Heuschnupfen sind demnach die Organe Lunge, Milz und Niere im Spiel. So beschreibt TCM unter anderem das enge Zusammenspiel von Lunge und Milz.

 

Andrea Hellwig geht in ihrem Vortrag auf die verschiedenen Ursachen und Symptome des Erkrankungsbilds Heuschnupfen ein und beschreibt die therapeutischen Herangehensweisen der TCM bei dieser Form von Allergie. Sie lernen die grundlegenden Disharmoniemuster kennen, die zu Allergien führen, und erfahren, was Sie zur vorbeugenden und nachhaltigen Einregelung des Immunsystems tun können.

 

In einer neuen Buchreihe fokussiert der oekom verlag den Beitrag von TCM für ein nachhaltiges Gesundheitssystem. Zu den Herausgebern gehört Dr. Andrea Hellwig, die als erfahrene Heilpraktikerin und Visiting Professor of Chengdu University of TCM eine hervorragende Expertise zu TCM besitzt.

 

Ein weiterer Anwendungsbereich wird in einem Vortragsabend am 25. März vorgestellt, dabei geht es um das Thema „Kopfschmerzen und Migräne“.
 

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Umpflügen im Kopf. Wie kommen wir zu einer nachhaltigen Landwirtschaft?

Am 02.03.2020 um 19 Uhr in der stratum lounge

Ophelia Nick weiß, wovon sie spricht. Sie ist Landwirtin, Tierärztin und Politikerin. Aus allen drei Perspektiven kommt sie zu dem Schluss, dass die industrielle Landwirtschaft hierzulande keine Zukunft hat. Die Idee, „gesunde Nahrung aus einer gesunden Natur“ zu produzieren, ist für sie keine nostalgische Landromantik. „Es ist ein existenzielles Anliegen“, schreibt sie in ihrem Buch „Neue Bauern braucht das Land“.


Als Politikerin versteht sie nicht, wieso wir Tiere in riesigen Mengen halten, deren Fleisch wir exportieren, nachdem wir die Sojabohnen für das Tierfutter aus Nord- und Südamerika importiert haben. Und warum wir am Ende dann die Landwirte dafür bezahlen, die Gülleüberschüsse wieder loszuwerden. „Mir erscheint es sinnvoller,“ sagt Ophelia Nick, „den Bauern nicht den Gülletransport zu finanzieren, sondern ihnen Geld zu geben, damit sie weniger Tiere halten und die Umweltbelastungen reduzieren.“


Als Tierärztin betrachtet sie die Tierwohl-Initiative der Land- und Fleischwirtschaft als einen „ersten, wenngleich noch halbherzigen Schritt“. Und als Biobäuerin auf einem Demeterhof weiß sie nicht nur, dass und wie Landwirtschaft ökologisch und klimaneutral sein kann. Sie sieht auch eine „breite und bunte“ Gegenbewegung gegen die industrielle Landwirtschaft in unserem Land, die zusammen mit wachsendem Verbraucherbewusstsein einen grundlegenden Wandel herbeiführen könnte.


Ophelia Nick stellt uns ihr Buch vor und diskutiert die Frage, welche „neuen Bauern“ unser Land in Zukunft braucht.
 

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Weltretten für alle – Die Faktenbasis für nachhaltiges Handeln

Am 05.03.2020 um 19 Uhr in der stratum lounge

Es geht nicht nur ums Klima. Um Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit auf unserem Planeten zu verwirklichen, sollten wir das ganze Spektrum der Belastungsgrenzen vor Augen haben, die sich angesichts einer zunehmenden Weltbevölkerung und steigender Ansprüche an den Lebensstandard abzeichnen.


In 12 Kapiteln führt uns der Humanbiologe Carsten Niemitz durch die bestehende Faktenlage und referiert den Stand unseres Wissens über den Zustand der Ökosysteme und die voraussichtlichen Entwicklungen. Dabei enthält er sich zunächst weitgehend einer Wertung, ist mal optimistischer, mal pessimistischer. In der Gesamtschau ergeben sich für ihn allerdings eine Vielzahl von Gründen, warum wir alle handeln müssen, um zum Erhalt der Menschheit beizutragen.


Niemitz bietet uns eine lange Liste der möglichen alltäglichen Handlungsalternativen an. In seinem Buch „Die Menschheit retten? Packen wir’s an!“ ist diese Liste alphabetisch geordnet. In der Diskussion mit ihm kann jeder von uns daraus ein persönliches Weltretter-Portfolio zusammenstellen.

 

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Kopfschmerz und Migräne behandeln und vorbeugen

Am 25.03.2020 um 19 Uhr in der stratum lounge

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet ein Krankheitssymptom niemals isoliert, sondern versucht es in das „Gesamtsystem Mensch“ einzubetten. Entsprechend werden von TCM auch keine Symptome behandelt. Der therapeutische Ansatz ist eher ein ganzheitlicher. Man versucht, ein körperlich-seelisches Gleichgewicht wiederherzustellen, das durch Krankheiten gestört wird.

 

Die chinesische Medizin hat eine eigene Lehre von den Lebensvorgängen im Körper und dem Zusammenspiel der Organe. Bei Kopfschmerzen und Migräne sind demnach die Organe Leber, Niere und Milz im Spiel. TCM beschreibt sechs verschiedene Typen des Kopfschmerzes, die in Verbindung mit den Energieströmen (Qi) dieser Organe stehen.

 

Andrea Hellwig geht in ihrem Vortrag auf die verschiedenen Ursachen und Symptome von Kopfschmerz ein und beschreibt die therapeutischen Herangehensweisen der TCM. Während der Schmerzphase werden die Symptome behandelt, in der  schmerzfreien Zeit die Ursachen.

 

In einer neuen Buchreihe fokussiert der oekom verlag den Beitrag von TCM für ein nachhaltiges Gesundheitssystem. Zu den Herausgebern gehört Dr. Andrea Hellwig, die als erfahrene Heilpraktikerin und Visiting Professor of Chengdu University of TCM eine hervorragende Expertise zu TCM besitzt.
 

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Der große grüne Schutzwall – Ein „Think Big“-Konzept für den Planeten

Am 08.04.2020 um 19 Uhr in der stratum lounge

Dass mit dem Pflanzen von Bäumen in großem Stil der Klimawandel aufgehalten werden könne, verkündeten jüngst Wissenschaftler der ETH Zürich. Natürlich gab es postwendend Kritik an dieser Studie. An den falschen Orten aufzuforsten, könne sogar negative Effekte haben.


Schade, dass damit die öffentliche Aufmerksamkeit gegenüber dem Thema schon wieder verflogen scheint. Denn tatsächlich beschäftigen sich Fachleute mit großen Konzepten, durch Aufforstung und insbesondere Steppenbegrünung nicht nur gigantische Kohlendioxid-Senken zu schaffen, sondern die Wüstenbildung und Degradation von Böden zurückzudrängen.


In Afrika und in China laufen schon seit längerem große Praxisversuche, die in der Fachwelt als „Great Green Wall“ (GGW) bezeichnet werden. China arbeitet seit 40 Jahren daran, am Ende vier Millionen Quadratkilometer Wald auf einer Breite von 4500 Kilometern zu pflanzen, um das Vordringen der Wüste Gobi aufzuhalten. In der Sahelzone sind 65000 Flächenstandorte untersucht worden, um ein 166 Millionen Hektar großes „grünes Netzwerk“ zwischen der afrikanischen Ost- und Westküste entstehen zu lassen. Der Biologe Lorenz Hübner ist überzeugt, dass ein solches Netzwerk „mittel- (Jahrzehnte) und langfristig (Jahrhunderte) eine erhebliche großklimatische Stabilisierung“ auf dem afrikanischen Kontinent bewirken kann.


Hübner beschäftigt sich seit langem mit den „Great Green Walls“. In seinem Buch „Der grüne Rettungsring“ erläutert er die Hintergründe und diskutiert die bisherigen praktischen Erfahrungen ebenso wie weitreichende Modellstudien.


In einer Zeit, in der wir schnelle und kurzfristigste Lösungen bevorzugen und glauben, das Schicksal des Planeten entscheide sich bereits bis zum jeweils nächsten ausgerufenen point of no return, sind die „Think Big“-Perspektiven der GGW, die Lorenz Hübner uns nahebringt, eine vielleicht auch psychohygienische Intervention. Wobei hinzugesagt werden muss, dass die Langfristperspektive der GGW-Projekte nicht bedeutet, dass nicht auch hier für alle von uns praktische Unterstützungs- und Handlungsmöglichkeiten bestehen. Lorenz Hübner wird am 8. April auch darauf eingehen.
 

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Caring Men – Wie fürsorgliche Männlichkeit die Welt transformieren könnte

Am 16.04.2020 um 19 Uhr in der stratum lounge

Wie kommt es eigentlich, dass heute immer noch der „Androzentrismus“ unsere Gesellschaft beherrscht, der dafür verantwortlich ist, dass fürsorgliches Verhalten und soziale Reproduktion (= Kindererziehung) normativ den Frauen zugeordnet wird und Männer sich als Berufs- und Machtmenschen verwirklichen?


Sylka Scholz und Andreas Heilmann haben in einem mehrjährigen Arbeits- und Diskussionsprozess Wissenschaftler/innen dazu befragt und sind Entwicklungstendenzen auf den Grund gegangen, die möglicherweise ein neues – fürsorgliches – Paradigma der Männlichkeit hervorbringen.


Dabei konnten sie allerdings nicht umhin, anzuerkennen, dass gesellschaftliche Verhältnisse und die „Subjektivierungsweisen“ von Männern eng zusammenhängen. Sie stellen fest, dass es „eine enge Verknüpfung von Männlichkeit und kapitalistischer Wachstumslogik gibt“. Im Umkehrschluss sei daraus allerdings auch die „konkrete Utopie“ abzuleiten, dass neue Männlichkeit im Sinne von „Caring Masculinities“ einen Systemwandel vorantreiben könnte.


Die Tatsache, dass heute mehr Männer als noch vor 20, 30 Jahren ihre berufszentrierte Lebensweise einschränken, um sich stärker der „Lebenssorge“ zu widmen, reiche allein jedoch noch nicht aus, um sich große Hoffnungen auf eine gesellschaftliche Transformation zu machen. Scholz und Heilmann befürchten, dass die derzeit gesellschaftspolitisch unterstützte Beteiligung von Vätern an der Familienarbeit neoliberal funktionalisiert werden könnte: „Väter sollen sich an der Familienarbeit beteiligen, damit Mütter dem Arbeitsmarkt möglichst umfassend zur Verfügung stehen können.“


Diskutieren Sie mit Sylka Scholz und Andreas Heilmann über den Stand der Männlichkeitsforschung und die Chance, durch einen erweiterten Begriff von Care/Caring/Fürsorge neue Formen gesellschaftlichen Zusammenlebens zu begründen.

 

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