Wir tauschen uns gerne aus.

In der stratum lounge finden regelmäßig Lesungen, Diskussionsrunden, Netzwerktreffen und sonstige Veranstaltungen statt - zu Themen, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Informieren Sie sich hier und kommen Sie uns besuchen!

Ein Archiv vergangener Lesungen finden Sie hier.



Deutschland neu denken - Welche Zukunft ist möglich?

Am 25.04.2018 um 19 Uhr in der stratum lounge

Deutschland hat eine neue Regierung. Aber hat das Land auch Zukunft? Und wenn ja, welche?

 

Viele verstehen Zukunft ja als eine Verlängerung der Gegenwart. Dabei kommt es letztlich aufs Gleiche heraus, ob wir erwarten, dass die Verhältnisse mehr oder minder so bleiben, wie sie sind – oder ob sich unsere Zukunftsprojektionen auf die Lösungen einzelner, als besonders dringlich empfundener Probleme konzentrieren.

 

Klug ist das aber nicht – sagen Zukunftsforscher wie Klaus Burmeister und Alexander Fink. Zusammen mit Beate Schulz-Montag und Karlheinz Steinmüller haben sie die Initiative „Deutschland 2030 – eine Landkarte für die Zukunft“ gestartet und in einem mehrschrittigen Szenarioprozess insgesamt acht Zukünfte für Deutschland herausdestilliert. Die liegen nun vor uns – allerdings nicht als eine Art von Selbstbedienungsladen, aus dem man sich das auswählen kann, was einem am besten gefällt. Sondern als Einübung in „zukunftsoffenes“ und „uneindeutiges“ Denken.

 

Diese Art, mit den Optionen unserer Zukunft umzugehen, so die Autoren, „erscheint im ersten Moment als anstrengend, verwirrend und kaum zu handhaben. Bei näherem Hinsehen ist es allerdings die Grundlage dafür, in unserer heutigen Welt mit dem Thema Zukunft überhaupt umzugehen.“ Am 25. April stellen Alexander Fink und Klaus Burmeister ihre acht Deutschland-Szenarien vor und machen uns fit für den flexiblen Umgang mit Veränderungen.

 

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Wiederbelebung der Demokratie – Die Überwindung des Populismus im Online-Konsens

Am 14.06.2018 um 19 Uhr in der stratum lounge

Der methodisch am meisten durchdachte Vorschlag zur Verbesserung unseres politischen Entscheidungssystems kommt nicht von einem Politikwissenschaftler oder Gesellschaftsphilosophen. Sondern von dem Mathematiker, Physiker, Softwareentwickler und Systemanalytiker Erich Visotschnig. Der Österreicher ist der Begründer des „Systemischen Konsensierens“ (SK).

 

Was zunächst wie eine von vielen Managementmethoden klingen mag, trägt den Kern einer grundsätzlichen Weiterentwicklung demokratischer Prozesse in sich. Anstatt politische Entscheidungsfragen immer auf ein Dafür oder Dagegen zuzuspitzen, erhöht Visotschnigs Vorschlag die Vielfalt von Alternativen und die Kreativität des politischen Prozesses und führt zu Konsensen, die weder absolute Verlierer noch die große Zahl von frustrierten Nicht-Wählern zurücklassen, wie es heute üblich ist.

 

Visotschnigs Vorschlag erhöht die Vielfalt und Differenzierung der politischen Beteiligung, ohne jedoch die Entscheidungsfähigkeit im System zu schmälern – im Gegenteil. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen es immer schwieriger wird, mit den Methoden des Mehrheitsprinzips klare Mehrheitsverhältnisse zu schaffen, würde SK die Zustimmung erhöhen. Der Clou dabei ist: Die Menschen werden viel häufiger und intensiver in die politischen Prozesse auf allen Ebenen einbezogen, weil nicht in erster Linie Zustimmung abgefragt wird, sondern der Widerstand, das Nein. Das könnte auch das Ende des derzeit grassierenden Populismus sein. Technisch wird das neue System der politischen Beteiligung durch das Instrument des Online-Konsenses möglich.

 

Erich Visotschnig stellt das neue Wahlsystem, das „die Demokratie retten kann“ im Einzelnen vor und zeigt, wie man es beginnend mit der kommunalen Ebene einführen und einüben könnte. Wer die Methode, die übrigens auch in Unternehmen und Organisationen angewandt werden kann, genauer kennenlernen und selbst handhaben möchte, bekommt in einem Seminar mit Josef Maiwald, der zu Visotschnigs Team gehört, am 16. Juni die Gelegenheit dazu („Smarter Konsens“).

 

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