Wir tauschen uns gerne aus.

In der stratum lounge finden regelmäßig Lesungen, Diskussionsrunden, Netzwerktreffen und sonstige Veranstaltungen statt - zu Themen, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Informieren Sie sich hier und kommen Sie uns besuchen!

Ein Archiv vergangener Lesungen finden Sie hier.



Es gibt keine gute Arbeit – Ein Vorschlag der Generation Y für ein besseres Leben

Am 17.10.2018 um 19 Uhr in der stratum lounge

Die Wochenzeitung DIE ZEIT bezeichnete es als „die letzte Utopie, zu der westliche Gesellschaften noch fähig sind“: die Erlösung von der Lohnarbeit. Für den 28-jährigen Tobi Rosswog ist die „Post Work“-Gesellschaft allerdings nicht nur Gegenstand intellektueller Spielerei, sondern die Mission seines bisherigen Lebens. 2013 brach er sein Studium ab, um die nächsten zweieinhalb Jahre völlig „geldfrei“ zu leben. Heute organsiert er das Netzwerk „living utopia“, um den gesellschaftlichen Wandel jenseits der Arbeitsgesellschaft voranzubringen.


Zu den einschneidenden Erlebnissen, die Tobi Rosswog aus der konventionellen Lebensbahn katapultiert haben, gehört ein Praktikum in einem Maschinenbau-Konzern. Hier wurde ihm klar, „dass so ein Leben für mich nicht infrage kam: inmitten von Männern, die rau und laut redend ihre Wertigkeit verteidigen mussten; Männer, die in ihrem Achtstundenarbeitstag nur das Nötigste erledigten und den Rest der Zeit mit belanglosem Small Talk und vielen anderen Zeitvertreibungsstrategien verbrachten.“
In seinem Buch „After Work“ begründet Rosswog, warum es für ihn keine gute Arbeit gibt, denn jede Lohnarbeit sei „sinnlos, entfremdet, ausbeuterisch, krankmachend, zerstörerisch und hierarchisch“. Als Vertreter der Generation Y will Rosswog „radikal hinterfragen, warum wir so leben und wie wir das ändern können“. Er versteht sich als „Teil einer Post-Work-Bewegung, die noch tief schlummert, aber die wir gemeinsam erwecken können.“


Ähnlich wie die Entwicklung des Vegetarismus stellt sich Rosswog die Chancen seiner Utopie vor. Vegetarier zu sein, sei vor 30 Jahren ja auch noch eine „komische Angelegenheit“ gewesen, heute aber „ein Trend, der durchaus gesellschaftliches Bewusstsein erzeugt und Relevanz erreicht hat“.


Am 17.10. wird Tobi Rosswog uns seine Gründe erläutern, einen Einblick in die Experimentierwelt der Post Work-Bewegung vermitteln und Antworten auf die allfälligen Einwände gegen seine gesellschaftliche Utopie geben.

 

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Die Ressource Nachbarschaft. Anleitung für glücklichere Stadtbewohner

Am 21.11.2018 um 19 Uhr in der stratum lounge

Die soziale Entmischung unserer Städte nimmt zu, wie kürzlich das Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung in einer großen Studie für 74 deutsche Städte gezeigt hat. Die Politik versucht z.B. in Berlin mit Milieuschutzgebieten darauf zu reagieren. Aber nur „von oben“ wird es nicht gehen. Um die Heterogenität von städtischen Nachbarschaften zu erhalten und der zunehmenden Spaltung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken, müssen wir alle selbst auch etwas tun – „von unten“.


Oder zumindest könnten wir es. Welche enormen gesellschaftspolitischen Potenziale die Nachbarschaften – in Berlin würde man sagen: die Kieze – besitzen, führen uns Ina Brunk und Michael Vollmann in ihrem soeben erschienen Aktionsbuch „Ziemlich beste Nachbarn“ vor Augen. Die beiden sind Mitgründer der größten Nachbarschaftsplattform in Europa (www.nebenan.de).


Beginnend mit den verschiedenen Strategien der Kontaktaufnahme mit den Nachbarn führen sie uns durch das gesamte Spektrum der nachbarschaftlichen Wiederbelebung – von der Nachbarschaftshilfe über Teilen und Tauschen bis hin zu einem neuen Generationenvertrag und die politische Teilhabe. Tatsächlich hat die nachbarschaftliche „Kohäsion“ nicht nur positive Auswirkungen auf das eigene Glücksgefühl, sondern sie macht den Kiez auch sicherer, sauberer und lebendiger. Und schließlich ist sie ein durchschlagendes Mittel gegen die Verschwendung von Ressourcen – denn wieso benötigen 300 Haushalte in einer Straße auch 300 Bohrmaschinen oder wieso muss in einem Zehn-Parteien-Haus jeder Haushalt sein eigenes WLAN einrichten?


Die Autoren wollen uns motivieren, die Ressource Nachbarschaft besser zu nutzen und zeigen die Fülle von Handlungsoptionen auf, die durch die Online-Plattformen einen wesentlichen Boost erfahren. Das Schöne daran ist: Durch Online-Plattformen wie nebenan.de wird das Offline-Leben besser und wir kommen heraus aus unseren Filterblasen.

 

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Nachhaltige Geldanlagen - was steckt dahinter? Eine Journalistin deckt auf

Am 27.11.2018 um 19 Uhr in der stratum lounge

Unternehmen geraten immer wieder in die Kritik von NGOs und der Öffentlichkeit, wenn sie sich offenkundig an Menschenrechten oder der Umwelt versündigen. Aber so gut wie nie richten sich Empörung und Protest gegen die, die die Unternehmen finanzieren. Susanne Bergius möchte das ändern. Denn: „Die Finanziers der Wirtschaft entscheiden mit, ob unsere Wirtschafts- und Lebensstile zukunftsfähig werden.“


Die Journalistin und langjährige Auslandskorrespondentin des Handelsblatts ist Vorsitzende des Verbands Journalismus & Nachhaltigkeit. Sie hat als ersten Band einer groß angelegten Reihe jetzt ein Buch über die Rolle der Finanzwirtschaft für die nachhaltige Ausrichtung von Wirtschaft und Gesellschaft vorgelegt. Journalisten und den Medien kommt eine wichtige Rolle dabei zu, den Finanzsektor transparent zu machen.


Tatsächlich lassen sich Unternehmen vor allem durch die Anfragen und Initiativen von Investoren motivieren, Nachhaltigkeit ins Kalkül zu ziehen. Wer aber als Anleger – privat oder institutionell – wissen will, wie erfolgreich der Einfluss der Unternehmens-Finanziers ist, muss sich den Durchblick durch ein komplexes Wirkungsgefüge aus rechtlichen, finanzmarkttechnischen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren verschaffen. Gut und Böse liegen eng beieinander und am Ende schauen alle auf die Rendite. Was schert es da einen Rüstungskonzern wie Rheinmetall, wenn die auf Nachhaltigkeit spezialisierte Ratingagentur Oekom Research dem Unternehmen nur eine miserable D+ als Bewertung erteilt, wenn gleichzeitig die Aktie in einem Jahr 60 Prozent Wertsteigerung hat?


Susanne Bergius gibt auf Basis profunder Kenntnis eine Einschätzung, wie groß der Einfluss von Ethik-Kriterien bei Anlageprodukten auf die Nachhaltigkeit der Unternehmen ist und worauf institutionelle und private Anleger, aber auch die Konsumenten achten können.

 

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