Wir tauschen uns gerne aus.

In der stratum lounge finden regelmäßig Lesungen, Diskussionsrunden, Netzwerktreffen und sonstige Veranstaltungen statt - zu Themen, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Informieren Sie sich hier und kommen Sie uns besuchen!

Ein Archiv vergangener Lesungen finden Sie hier.



Die menschliche Seite der Nachhaltigkeit - Resonanz statt Beschleunigung

Am 18.06.2019 um 19 Uhr in der stratum lounge

Fritz Reheis zählt zu den Begründern des Konzepts der Entschleunigung. In seinem neuesten Buch „Die Resonanzstrategie“ geht er von Alltagsbeobachtungen aus, führt sie auf ihren kulturhistorischen und philosophischen Grund, um dann zu praktischen Empfehlungen für Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und unseren persönlichen Alltag zu kommen.

„Zeit ist Geld“ oder „Work hard, play hard“ sind für Reheis Symptome einer in die Irre führenden, destruktiven Entwicklung. Solche Maximen zerstören den „Resonanzraum“, den wir brauchen, um uns selbst und die Welt im Gleichgewicht zu halten. Deshalb plädiert der Erziehungs- und Sozialwissenschaftler für eine „Korrektur des persönlichen Lebensstils“, um sowohl die eigene Lebensqualität zu verbessern als auch den „Irrweg der Geldlogik zu korrigieren“. Mit seinem Achtsamkeitsprogramm der „Resonanz“ zeigt er, wie wir unser Verhältnis zur natürlichen Umwelt, zur sozialen Mitwelt und zur eigenen körperlichen, geistigen und seelischen Innenwelt in Ordnung bringen können.

Wenn viele dieser Orientierung folgen und damit „der erste notwendige Schritt der persönlichen Einmischung zugunsten der Nachhaltigkeitsidee“ erfolgt ist, dann, so Reheis, käme es zu einer kollektiven „revolutionären Pause“, einer breiten Entschleunigungsbewegung.

Der Autor will die Entwicklung allerdings nicht der massenhaften individuellen Umkehr überlassen, sondern er fordert politische Regulierungen, um „die langsameren Reproduktionsprozesse vor dem Druck zu schützen, der von den schnelleren Produktionsprozessen ausgeht“.
 

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"Heute komme ich zuerst" - Ausbruch aus der Geschlechter-Matrix

Am 20.06.2019 um 19 Uhr in der stratum lounge

Susanne Wendel ist keine Feministin. Sie gibt sowohl Esther Vilar („Der dressierte Mann“) als auch Alice Schwarzer recht. Wie geht das?

 

Mit ihrem Konzept der Geschlechter-Matrix zeigt Susanne Wendel die gegenseitigen Manipulationsstrategien von Männern und Frauen auf. In der „Matrix“, die wir im Kopf haben, ist das Geschlechterverhältnis durch Misstrauen, Argwohn und Verlustangst geprägt. „Wenn sie sich nicht verlieben würden“, schreibt Susanne Wendel über Mann und Frau, „und dieser spezielle Hormoncocktail nicht für kurze Zeit sämtliche Programme in ihren Köpfen ausschalten würde, würden sie nie ein Paar werden.“ 

 

Wie die „Männer-Frauen-Matrix“ in unseren Köpfen immer noch funktioniert und uns das Leben schwermacht, schildert Susanne Wendel sehr alltagsnah in allen Lebensbereichen. Natürlich geht es dabei auch um Sex, denn hier zeigt sich die Matrix oft am deutlichsten, wenn wir denken „der Sex muss so und so sein“. In welchen Fallen Männer wie Frauen dabei tappen und wie wir uns aus der Matrix befreien können, verrät uns Susanne Wendel mit der Vorstellung ihres neuesten Buches „Heute komme ich zuerst“.
 
Susanne Wendel setzt sich witzig und provokant mit den Bedingungen des menschlichen Glücks auseinander und ermuntert uns alle, "ohne Kompromisse zu lieben".
 

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Heuschnupfen - nachhaltig behandeln mit TCM

Am 26.06.2019 um 19 Uhr in der stratum lounge

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet ein Krankheitssymptom niemals isoliert, sondern versucht es in das „Gesamtsystem Mensch“ einzubetten. Entsprechend werden von TCM auch keine Symptome behandelt. Der therapeutische Ansatz ist eher ein ganzheitlicher. Man versucht, ein körperlich-seelisches Gleichgewicht wiederherzustellen, das durch Krankheiten gestört wird.

 

Die chinesische Medizin hat eine eigene Lehre von den Lebensvorgängen im Körper und dem Zusammenspiel der Organe. Beim Heuschnupfen sind demnach die Organe Lunge, Milz und Niere im Spiel. So beschreibt TCM unter anderem das enge Zusammenspiel von Lunge und Milz.

 

Andrea Hellwig geht in ihrem Vortrag auf die verschiedenen Ursachen und Symptome des Erkrankungsbilds Heuschnupfen ein und beschreibt die therapeutischen Herangehensweisen der TCM bei dieser Form von Allergie. Sie lernen die grundlegenden Disharmoniemuster kennen, die zu Allergien führen, und erfahren, was Sie zur vorbeugenden und nachhaltigen Einregelung des Immunsystems tun können.

 

In einer neuen Buchreihe fokussiert der oekom verlag den Beitrag von TCM für ein nachhaltiges Gesundheitssystem. Zu den Herausgebern gehört Dr. Andrea Hellwig, die als Heilpraktikerin und Visiting Professor of Chengdu University of TCM eine hervorragende Expertise zu TCM besitzt. Andrea Hellwig ist auch Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin – Fachverband für Chinesische Medizin (AGTCM).

 

Ein weiterer Anwendungsbereich wird in einem Vortragsabend am 14. August vorgestellt, dabei geht es um das Thema „Körpergewicht“.
 

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Eine solidarische Lebensweise ist möglich

Am 18.07.2019 um 19 Uhr in der stratum lounge

Wir alle beuten mit unserem Lebensstil andere Menschen und die natürlichen Ressourcen aus. Und es scheint, als ob ein Ausbruch aus dieser Lebensweise so gut wie unmöglich ist.


Die jungen Wissenschaftler/innen und Aktivist/innen des I.L.A. Kollektivs fragen, wieso das so ist: „Warum bleibt ein System bestehen, welches duldet, dass Luxus und Wohlstand neben Hunger, Sterben und Flucht existieren?“ I.L.A. steht für „Imperiale Lebensweise und solidarische Alternativen“.


Die Systemfrage führt die Autoren von „Das gute Leben für alle“ nicht in eine Theoriedebatte. Es sind vielmehr ebenso radikale wie pragmatische Ansätze, die sowohl im privaten als auch im politischen Bereich Orte und Handlungsoptionen für eine „solidarische Lebensweise“ eröffnen. Sie bieten uns also keinen Masterplan an, sondern laden zu einem Suchprozess ein.


Die zahlreichen praktischen Vorschläge für einen solidarischen Lebensstil basieren auf einer anderen „mentalen Infrastruktur“, die eine neue Identität ermöglicht. Wir sind dann nicht länger nur Konsument/innen, sondern „übernehmen Verantwortung für den Umgang mit Ressourcen, Gütern und Dienstleistungen“. Dieser Ansatz hat auch eine emotional befreiende Wirkung, weil wir dadurch „lernen, nicht länger das Ende der Welt vor Augen zu haben, sondern das Ende der imperialen Lebensweise“.


Am 18. Juli werden Felix Ries und Johanna Ritter vom I.L.A. Kollektiv bei uns sein, um ihre Vorschläge für eine solidarische Lebensweise mit uns zu diskutieren.
 

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Kant und das Klima - Führt Freiheit zu Nachhaltigkeit?

Am 31.07.2019 um 19 Uhr in der stratum lounge

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Mit diesem wohl am meisten zitierten Ausspruch Immanuel Kants verbinden wir das Leitbild der Aufklärung. Aber führt die Benutzung des eigenen Verstandes auch dazu, dass wir lernen, unseren Planeten nicht zu übernutzen, sondern ihn nachhaltig zu bewirtschaften?

Christine Heybl, Jahgang 1981, hat Philosophie, Biologie und Ethnologie studiert. Sie ist ein Fan von Kant und versucht in ihrem Buch „Kant und das Klima“ und in ihren Weblogs den großen Philosophen der Aufklärung mit der Herausforderung des Klimawandels zu verknüpfen.

Kann man mit Kant eine Politik der Nachhaltigkeit begründen? Sind Vernunft und Freiheit – einmal erkannt und praktiziert – unzerstörbar? Oder kann Freiheit auch zur Selbstzerstörung führen?

 

Christine Heybl versucht Antworten auf diese Fragen. Dabei entschwebt sie durchaus nicht in philosophische Höhen, sondern präsentiert sehr alltagsnahe Konklusionen wie diese: „Lasst uns gärtnern, denn das steht in direktem Gegensatz zu klimaschädlichem Verhalten“.
 

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Mein Wunschgewicht - Wege zu einer nachhaltigen Balance

Am 14.08.2019 um 19 Uhr in der stratum lounge

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet ein Krankheitssymptom niemals isoliert, sondern versucht es in das „Gesamtsystem Mensch“ einzubetten. Entsprechend werden von TCM auch keine Symptome behandelt. Der therapeutische Ansatz ist eher ein ganzheitlicher. Man versucht, ein körperlich-seelisches Gleichgewicht wiederherzustellen, das durch Krankheiten gestört wird.

 

Die chinesische Medizin hat eine eigene Lehre von den Lebensvorgängen im Körper und dem Zusammenspiel der Organe. Übergewicht ist im Verständnis von TCM eine Störung, die auf zu viel „Feuchtigkeit“ und „Schleim“ sowie einem Mangel an Energie (Qi) beruht. Feuchtigkeit und Schleim verursachen im Körper eine Verlangsamung und Stauung der natürlichen Lebensvorgänge.

 

Andrea Hellwig zeigt in ihrem Vortrag, wie die fünf verschiedenen Typen von Übergewicht diagnostiziert werden, welche Ernährungsumstellung dazu führt, dass Feuchtigkeit ausgeleitet wird bzw. nicht wieder entsteht und auf welche ungünstigen Lebensmittel man je nach Typ verzichten sollte.

 

In einer neuen Buchreihe fokussiert der oekom verlag den Beitrag von TCM für ein nachhaltiges Gesundheitssystem. Zu den Herausgebern gehört Dr. Andrea Hellwig, die als Heilpraktikerin und Visiting Professor of Chengdu University of TCM eine hervorragende Expertise zu TCM besitzt. Andrea Hellwig ist auch Erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin – Fachverband für Chinesische Medizin (AGTCM). 

 

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Marktwirtschaft reparieren - So retten wir die soziale Utopie unseres Wirtschaftssystems

Am 25.09.2019 um 19 Uhr in der stratum lounge

Wie könnte ein Wirtschaftssystem aussehen, das sozial gerecht, ökologisch stabil und ökonomisch leistungsfähig ist? Und ist so ein System überhaupt denkbar, ohne dass ein ständiger Wachstumszwang die Grenzen unseres Planeten zu überschreiten droht?


Andreas Siemoneit ist Physiker und Wirtschaftsingenieur. Zusammen mit Oliver Richters legt er in dem Buch „Marktwirtschaft reparieren“ einen konkreten Entwurf für die Rettung der Utopie der Marktwirtschaft vor, von der die Autoren überzeugt sind, dass sie nachhaltig sein kann. Der heutige Kapitalismus sei als „real existierende Marktwirtschaft“ weit von der vernünftigen und realistischen Utopie entfernt, die in der Idee der Marktwirtschaft eigentlich steckt.


Die Autoren sind überzeugt, dass die Lösung der sozialen und der ökologischen Fragen unserer Zeit weder im individuellen Bewusstsein und Konsumverhalten noch in der kulturellen Prägung unserer Gesellschaft, sondern primär auf der ökonomischen Ebene liegt. Sie begründen das mit einem Katalog  notwendiger politischer Regulierungen unseres Wirtschaftssystems in Hinblick auf den Ressourcenverbrauch, das Grundeigentum, die Kapitalakkumulation und die Geldpolitik.

 

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